Krebsprävention in Bayern HPV-Projekt zur Impfaufklärung an Schulen
Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention fördert seit Dezember 2023 das HPV-Projekt zur Impfaufklärung an bayerischen Schulen. Dadurch können wir geschlechtsgetrennte ärztliche Informationsstunden in allen Schularten für die Klassenstufen 4-13 anbieten.
Beinahe alle sexuell aktiven Menschen infizieren sich im Laufe ihres Lebens mit Humanen Papillomviren (HPV). Während die HPV-Infektion bei 90% der Betroffenen erfolgreich vom Immunsystem bekämpft wird und keine weiteren Folgen hat, bleibt die Infektion bei 10% der Menschen langfristig bestehen und kann zu HPV-bedingten Krebsvorstufen und Krebs sowie zu Genitalwarzen führen. Das Wissen um HPV ist in der Bevölkerung noch immer viel zu gering. Dabei schützt die rechtzeitige HPV-Impfung Männer und Frauen sehr zuverlässig vor HPV-bedingten Erkrankungen.
Das Projekt befindet sich inzwischen in der dritten Runde. In den ersten beiden Projektlaufzeiten konnten insgesamt bereits über 600 Schulveranstaltungen durchgeführt werden. Parallel zu den Informationsstunden hat im Jahr 2024 eine Evaluation stattgefunden. Im Vorher-Nachher-Vergleich zeigte sich der eindeutige Erfolg des Projekts, der sich besonders in dem signifikanten Wissenszuwachs unter den Schülerinnen und Schülern widerspiegelte. Gleichzeitig wurde deutlich, dass Bedarf und Nachfrage nach Informationen zum Thema HPV weiterhin sehr hoch sind.
Im laufenden Schuljahr 2025/26 können weitere 500 Schulveranstaltungen gefördert werden. Zusätzlich wird das Projekt ausgeweitet: Es werden Online-Fortbildungen für Lehrkräfte angeboten, um unter anderem die Bereitschaft zu erhöhen, im Schulunterricht mit den Heranwachsenden über das Thema HPV und die HPV-Impfung zu sprechen.
Wir bedanken uns herzlich bei dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit!
